Tag 4 - Boise – Idaho City- Centerville – Placerville Ghost Town-Payette- Baker City - 25.08.2009

Unsere heutige Tour beginnen wir gegen 9:00 – nach einer angenehmen Nacht und leckeren Waffeln zum Frühstück – mit der Weiterfahrt in Richtung Idaho City, das soll eine historische Ghost Town sein, in der aber Leute wohnen.

Das ist auch so, der alte Stadtkern ist so belassen, wie er mal war, von wann auch immer, 1862 oder so was…. Man fühlt sich zurückgesetzt in die Zeit von Buffalo Bill, die Leute hier sehen auch nicht sehr fortschrittlich aus, richtige Hickeys.

Aber alle sind sehr freundlich hier, es gibt eine Tankstelle und zwei kleine Lebensmittelläden, ein paar Giftshops und alles, was die Leute hier so benötigen, natürlich auch einen Friseur, Zahnarzt etc. Diese Läden und Büros befinden sich alle in den uralten Gebäuden. Auf unsere Frage nach einem Safeways wird nur gelächelt. In der Tankstelle sagt uns die Frau, alles, was du brauchst, hat sie.

Wir haben in Idaho City alles abfotografiert, was ging und sind dann weitergefahren in Richtung Placerville, das sollte auch noch eine Ghost Town sein.

Wir folgten also dem Pfeil in Idaho City, auf dem Placerville 12 Meilen stand…erst war es noch eine befestigte Straße, die dann zur Schotterpiste wurde, erst noch recht breit, es gab auch noch ein paar Häuser und Schrottplätze, aber dann wurde die Straße zum Waldweg; Schilder, die auf Placerville oder Centerville hindeuteten, waren auch nicht mehr zu sehen.

Wir sind aber mutig weitergefahren, Placerville wird schon kommen, so weit ist es ja nicht, laut meiner Karte/Route ca. 40 Minuten. Aber nach ca. 30 Minuten Fahrt durch den Wald haben wir uns dann entschieden umzudrehen, was sich auch als gute Entscheidung erwiesen hat, denn der Weg war völlig falsch.

Wir sind wieder nach Idaho City zurück gedüst, von da aus haben wir einen anderen Weg eingeschlagen, auf dem uns auch Autos entgegen kamen, das musste wohl richtig sein, war es auch. Die Straße war auch eine Schotterpiste, aber wesentlich größer als die andere durch den Wald.

Endlich sind wir in Placerville angekommen…hier ist der Hund begraben, ca. 30 Häuser, mitten im Nichts, eine Mischung aus alten und neuen Häusern, ein Museum gibt es auch, sogar eine Tankstelle, oder so was wie…
Allerdings war hier außer uns niemand, nur ein Hund, der im Schatten vor sich hindöste…

Wir haben ein paar Fotos gemacht und sind dann weitergefahren, eigentlich hatte ich geplant noch nach Pioneerville zu fahren, aber noch so einen Weg durch den Wald wollten wir uns nicht antun, zumal es weit über 30 Grad waren und der Hunger auch schon wieder zugeschlagen hatte.
Unser Hauptziel für den Abend ist Baker City, Oregon. Da wir den ganzen Tag Zeit haben, nehmen wir eine lange Route über ein paar kleine Städte.
Die Landschaft ist mal wieder wunderschön, erst waldig, dann hügelig mit gelbem Gras, Sonnenblumen am Wegesrand, dann schlängelt sich ein kleines Flüsschen durch das Tal, an dem unglaublich grüne Laubbäume wachsen. Placerville liegt auf 1400 Meter. Wir genießen jede Meile unseres Weges ins Tal.

Am frühen Nachmittag sind wir dann in Emmet angekommen, dort essen wir erst einmal bei McDonalds einen Salat, gehen noch zum Albertsons unsere Getränke aufstocken, und dann geht es weiter nach Baker City. In Emmet ist es so heiß, dass wir froh sind, wieder im Auto zu sitzen, die Sonne brennt extrem runter.

In Baker City kommen wir gegen 18:00 an, wir gehen noch durch die Historic Town, die auch wirklich sehr schön ist. Beide sind wir mit unseren Kameras bewaffnet, plötzlich hält an der Straße ein Auto an, parkt, und ein Mann kommt auf uns zu. Der Typ sieht krass aus, Holzfällerhemd, dreckige Jeans, ein Rauschebart, ein bisschen ungepflegt…er kommt direkt auf uns zu, wir dachten, er will uns etwas fragen oder sogar anschnorren, aber nein, er fragt uns, ob wir Touristen sind, und ob er uns etwas erzählen soll, dann fängt er auch schon an, er erklärt uns ca. 5 Minuten alles Mögliche über die Häuser und Geschichte der Stadt…sehr freundlich, wir wollten das zwar alles gar nicht wissen, aber doch sehr nett.

Nach dem kurzen Rundgang durch Baker City suchen wir uns in dem neueren Teil der Stadt ein Motel, wieder ein Best Western, sieht erst teuer aus, aber ist es nicht.
Leider steht genau vor unserem Zimmer ein Ice Truck, der wohl die ganze Nacht seine Kühlung anlassen wird, ganz schön laut, wir entschließen uns, dass wir bei dem Lärm nicht schlafen können, gehen zur Rezeption und bekommen ohne Probleme ein neues Zimmer weiter weg vom Parkplatz, mit Balkon zum Garten.
Im zugehörigen Restaurant essen wir noch eine Kleinigkeit.
Mal sehen, wie wir hier schlafen werden, bisher ging es ja immer ganz gut.

Wetter: sehr warm und sonnig
Sights: Idaho City, die Fahrt nach Placerville
Wanderungen: -
Abendessen: Best Western Restaurant, Baker City, OR
Hotel: Best Western Sunridge – Baker City, Oregon
Bewertung: gut +++
Bemerkung: gutes Best Western