Routenplanung

Ein elementarer Bestandteil unserer USA-Reisen ist die Routenplanung. Mit der ausgiebigen Routenplanung fängt die Reise für uns schon an, gerade in so einem großen Land mit so vielen Bundesstaaten wie den USA. Mit so vielen Sehenswürdigkeiten und Highlights muss man sich einfach vorher auseinandersetzen. Sicherlich kann man auch ohne Planung auf die USA-Traumreise losfahren, aber wenn die Zeit auf 14 Tage begrenzt ist, muss man sich vorher klar werden, welche Highlights der USA man sich ansehen will.
Mittlerweile planen wir unsere Reise mit Hilfe einer Planungssoftware (Streets & Trips), die neben den Papier- und Online-Karten einfach mehr Möglichkeiten bietet.

Atlanta, IL
Fairhope, AL
Kinston, AL - Perrys Store
Route 66 – Dales Collectibles

Die erste Rundreise nach Florida war gänzlich ungeplant – wir sind einfach drauf los gefahren, was sicherlich in Florida auch gut geht, da die Entfernungen nicht ganz so groß sind. Die zweite große Rundreise ging dann an die Ostküste, wir haben uns die Karte etwas angesehen und sind auch einfach drauf los gefahren. Aber schon während der Reise merkten wir, dass wir etwas besser planen müssen, um die Zeit optimal einzuteilen. Die 3. Route war dann mit Hilfe von Google Maps und einigen Reiseführern ganz gut geplant, aber immer noch nicht optimal, es gibt einfach zu viele Highlights in der Ecke, die teilweise sehr dicht zusammenliegen, aber dann auch wieder 100te km auseinander. Kurz vor der 4. USA-Rundreise entdeckte ich 1. ein USA Reise Forum und 2. die Routenplanung-Software Streets & Trips. Die 4. und 5. Rundreise habe ich damit geplant und wir haben die Zeit zu 100% optimal ausnutzen können. Ich habe das Programm auf dem Notebook dabei und kann bei Bedarf auch unterwegs umplanen.

Mit der Software plane ich im Prinzip nur die detaillierte Route, vorher suche ich mit Hilfe von Google Maps (Google Streetview) und Landkarten eine Route heraus, die ca. 4500 km umfasst, denn das ist ungefähr die Strecke, die man in 15-26 Tagen mit dem Auto (nicht RV/Wohnmobil) zurücklegen kann. Bei Google Maps kann man sich diverse Karten anzeigen lassen, Bilder dazuschalten lassen und sich mit dem Google Streetview schon mal einen Überblick über die Gegend verschaffen.
Die Software hilft mir dann die Route im Detail zu planen, denn man kann Pausenzeiten eingeben, den Aufenthalt an dem jeweiligen Ort in Stunden und Tagen angeben, und sich zudem Hotels und andere Sehenswürdigkeiten anzeigen lassen. Zudem kann man sehen, wie lange die reine Fahrtzeit ist und wie viel Sprit man ca. benötigt. Ein Programm, auf das ich nicht mehr verzichten möchte.

Aus der Routenplanung einsteht dann ein Tagesplan, dem ich noch einige Infos die für mich auf der Reise wichtig sind hinzufüge.

Beispiel:
Tag 1 – Ankunft in Los Angeles 13:55
Wochentag: Sonntag
Datum: 16.4.2016
Sunrise: 06:45 – Sunset: 19:34
Aktivitäten: Auto holen, Einkaufen, Hotel einchecken
Restaurant: Sammys Woodfried Pizza, El Segundo
Supermarkt: Trader Joe’s, Walmart, Target
Sonstiges: Ostersonntag

Tag 2 – Fahrt zum Joshua Tree Nationalpark
Wochentag: Montag
Datum: 17.4.2016
Sunrise: 06:44 – Sunset: 19:35
Aktivitäten: Fahrt über Highway XY zum Park, Wanderung: YX 10km
Restaurant: Restaurant YX
Supermarkt:
Sonstiges:

Zur Vorbereitung lese ich noch einige Bücher und Reiseführer und besorge mir beim ADAC sämtliche verfügbare Karten. Zudem lese ich mit Begeisterung die Reiseberichte anderer USA-Reisender, einige davon habe ich auch auf dieser Webseite verlinkt.

  • Photographing the Southwest- Laurent Martrès Vol 1 u. Vol 3
    In dieser Reihe steht sehr genau drin, wann man am besten wo sein muss, um das beste Licht für die einzelnen Fotomotive zu haben, es sind zudem die Wege dorthin beschreiben.
  • USA Südwest – Wonderland of Rocks- Isabel und Steffen Synnatschke
    Ein deutsches Paar, das viel in den USA unterwegs ist und in diesem kleinen Buch ihre Highlights an Fotos und Orten präsentieren.
  • Reiseführer USA – Der ganze Westen- Hans-R. Grundmann
    Eine guter Übersichtsreiseführer, der mir persönlich aber zu viele Orte beinhaltet, und dadurch nicht immer aktuell ist und oft zu viele extrem touristische Orte vorschlägt, aber für die 1. Reise empfehlenswert.
  • Hiking Grand Staircase Escalante & the Glen Canyon Region- Ron Adkison
    In diesem Buch sind viele kleine und große Hikes in dem Gebiet beschrieben.
  • 50 best Short Hikes in Utha´s National Parks – Ron Adkinson
    In diesem Buch sind nur kurze Wanderungen beschrieben.
  • Der National Geographic Traveler – USA Nationalparks
    Ein Reiseführer mit 58 Nationalparks der USA, es gibt Übersichtskarten der einzelnen Parks, die sehr hilfreich sind, um sich vorab eine Übersicht zu verschaffen.
  • Lonley Planet- Washington, Oregon the Pacific Northwest
    guter Übersichtsreiseführer über den Nordwesten
  • Iwanowski`s USA Nordwesten
    Ähnlich wie der Ganze Westen; dieser Reiseführer verschafft einem einen Überblick, beschreibt aber viele touristische Ziele und ist nicht ausreichend für individuelle Entdecker.
  • Wandern im Südwesten der USA- Peter Felix Schäfer
    Ein Buch, das sich hauptsächlich an Wanderer richtet. In dem Buch sind kleine und große Wanderungen beschrieben, hauptsächlich in der Gegend rund um Page, AZ und im Grand Staircase-Escalante National Monument.
  • Vistapoint – Rocky Mountains
    Ein praktisches Ringbuch für die Reiseplanung in den Rocky Mountains. Rundreisen und Tourenvorschläge und Highlights werden ganz gut beschrieben. Leider nur die Hauptattraktionen. Wenn man in die Gegend will, ist es eines von wenigen deutschsprachigen Reiseführern.

Die Software Streets &Trips kann man leider nicht mehr kaufen

Navigieren unterwegs

Inzwischen habe ich für unterwegs ein Samsung Tablet dabei, auf dem Maps.Me und Oruxmaps läuft, damit navigiere ich unterwegs und zudem zeichnen wir die Route damit auf. Egal ob wir zu Fuße unterwegs sind der mit dem Auto, die Software funktioniert immer und überall auf dem Smartphone oder Tablet.

Meinen Routen-Tagesplan habe ich als pdf auch auf dem Tablet dabei.

Verfügbare Navigationssoftware zum Download für Handy oder Tablet